Sprechen Sie mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht:

Kanzlei Hamburg
040 - 330 991
hamburg@kitzmann.com

Kanzlei Berlin
030 - 756 398 40
berlin@kitzmann.com

Arbeitszeugnis

Der Arbeitnehmer hat bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses. Ebenso kann der Arbeitnehmer aus gegebenem Anlass, zum Beispiel bei Wechsel des Vorgesetzten, auch ein Zwischenzeugnis während der Fortdauer des Arbeitsverhältnisses verlangen.
Dabei hat der Arbeitnehmer jeweils die Wahl, sich ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis erteilen zu lassen.

Ein einfaches Zeugnis enthält nur Angaben über die Personalien, die Art der Beschäftigung und die Dauer der Betriebszugehörigkeit. Ein qualifiziertes Zeugnis enthält zusätzlich auch Angaben über Führung und Leistung. Das Zeugnis muss sowohl sachlich als auch wohlwollend verfasst sein und die gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses umfassen.

Da der Arbeitnehmer nur verpflichtet ist Arbeitsleistung „mittlerer Art und Güte“ zu erbringen und eine unterdurchschnittliche Bewertung für sein weiteres berufliches Fortkommen negative Auswirkungen hat, trifft den Arbeitgeber im Gerichtsverfahren die Darlegungs- und Beweislast für unterdurchschnittliche Bewertungen. Ist der Arbeitnehmer der Ansicht, dass ihm eine überdurchschnittliche Bewertung zusteht, muss er dies jedoch darlegen und beweisen.

Der Arbeitnehmer hat ein Recht darauf, dass ihm das Arbeitszeugnis auf sauberem Papier erstellt wird und dass es keine Ausbesserungen oder Flecken enthält. Er kann verlangen, dass der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis auf aktuellem Geschäftspapier erstellt, welches die korrekte Anschrift sowie ggf. die Angabe des gesetzlichen Vertreters enthält. Der Arbeitnehmer ist eingangs mit Vor- und Nachname zu nennen und als Herr oder Frau zu bezeichnen. Sofern der Arbeitnehmer dies wünscht, ist das Geburtsdatum anzugeben. Ebenso die Adresse, Berufsbezeichnungen und akademische Grade und Titel des Arbeitnehmers.

Der Arbeitnehmer kann bei unrichtigem oder nicht wohlwollendem Inhalt ein neues Zeugnis verlangen und ggf. auf Erteilung eines korrekten Zeugnisses vor dem Arbeitsgericht klagen. Stellt der Arbeitgeber ein unrichtiges Zeugnis aus, kann er sich dem Arbeitnehmer oder einem zukünftigen Arbeitgeber gegenüber schadensersatzpflichtig machen.

Arbeitszeugnis: Was wir für Sie tun können

Ihr Arbeitgeber weigert sich, Ihnen ein Arbeitszeugnis auszustellen? Oder sie haben ein Zeugnis erhalten, mit dessen Inhalt sie nicht einverstanden sind?
Wenden Sie sich an uns, wir beraten sie gerne zum Thema Arbeitszeugnis.

Peter Kitzmann, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Steuerrecht