★★★★★
4,9 bei 241 Bewertungen
Rufen Sie jetzt an!
local_phoneBerlinlocal_phoneHamburglocal_phoneHannover
  • Kanzlei
    • Berlin
    • Hamburg
    • Hannover
    • Referenzen
  • Kompetenzen
    • Abfindung
    • Abmahnung
    • Abwicklungsvertrag
    • Arbeitsvertrag
    • Aufhebungsvertrag
    • Fortbildungskosten
    • Kündigung
    • Urlaub
    • Wettbewerbsverbot
    • Zeugnis
  • Köpfe
    • Peter Kitzmann
    • Philipp Kitzmann
  • Kontakt
    • Berlin
    • Hamburg
    • Hannover
    • Online
Top Bewertungen
kanzlei@kitzmann.com
Kanzlei-Hotline (KI)
alter Mann

Kündigungsschutz und Altersdiskriminierung

vor 17 Jahren
magnus

Die Diskriminierungsverbote des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (§§ 1 – 10 AGG) finden im Rahmen des Kündigungsschutzes nach dem Kündigungsschutzgesetz Anwendung. Eine Kündigung, die ein Diskriminierungsverbot verletzt, kann daher sozialwidrig und damit unwirksam sein (§ 1 KSchG). Das Verbot der Altersdiskriminierung (§§ 1, 10 AGG) steht der Berücksichtigung des Lebensalters im Rahmen der Sozialauswahl (§ 1 Abs. 3 Satz 1 KSchG) nicht entgegen. Auch die Bildung von Altersgruppen bei der Sozialauswahl (§ 1 Abs. 3 Satz 2 KSchG) ist nach dem AGG zulässig.

Der im Zeitpunkt der Kündigung 51 Jahre alte Kläger war bei der Beklagten seit 1974 als Karosseriefacharbeiter beschäftigt. Die Beklagte ist ein Unternehmen der Automobilzuliefererindustrie mit ursprünglich über 5.000 Arbeitnehmern. Seit dem Jahre 2004 kam es wegen mangelnder Auslastung zu mehreren Entlassungswellen. Im September 2006 einigte sich die Beklagte mit ihrem Betriebsrat in einem Interessenausgleich auf die Entlassung von 619 namentlich benannten Arbeitnehmern. Darunter befand sich auch der Kläger. Der Auswahl der zu Kündigenden lag eine Punktetabelle zugrunde. Die Tabelle sah Sozialpunkte ua. für das Lebensalter vor. Die Auswahl erfolgte sodann nicht unter allen vergleichbaren Arbeitnehmern, sondern proportional nach Altersgruppen, die jeweils bis zu zehn Jahrgänge umfassten (bis zum 25., 35., 45. und ab dem 55. Lebensjahr). Der Kläger hat die Unwirksamkeit der ihm gegenüber ausgesprochenen Kündigung geltend gemacht und sich ua. auf das im AGG (§§ 1, 2, 8, 10 AGG) enthaltene Verbot der Altersdiskriminierung berufen.

Die Klage blieb vor dem Zweiten Senat des Bundesarbeitsgerichts – wie schon vor dem Landesarbeitsgericht – ohne Erfolg. In der Zuteilung von Sozialpunkten nach dem Lebensalter und in der Altersgruppenbildung lag zwar eine an das Alter anknüpfende unterschiedliche Behandlung. Diese war aber iSd. § 10 Satz 1 AGG gerechtfertigt. Die Zuteilung von Alterspunkten führt mit einer hinnehmbaren Unschärfe zur Berücksichtigung von Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Zusammenspiel mit den übrigen sozialen Gesichtspunkten (Betriebszugehörigkeit, Unterhalt, Schwerbehinderung) nicht zu einer Überbewertung des Lebensalters. Die Bildung von Altersgruppen wirkt der Überalterung des Betriebs entgegen und relativiert damit zugleich die Bevorzugung älterer Arbeitnehmer.

Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Niedersachsen, Urteil vom 31. August 2007 – 16 Sa 293/07
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 6. November 2008 – 2 AZR 701/07

AGG, Kündigungsschutz
Vorheriger Beitrag
AGB-Kontrolle: Doppelte Schriftformklausel
Nächster Beitrag
Elternzeit: Vorzeitige Beendigung und Übertragung

Ähnliche Beiträge

papier

Versicherungsschutz für außergerichtliche Tätigkeit in Kündigungsschutzsachen

28. Januar 2009
alter Mann

AGG: Diskriminierung eines Stellenbewerbers wegen seines Alters

3. September 2010
aufhebungsvertrag

AGG: Altersdiskriminierende Stellenausschreibung

18. Juni 2010

Neueste Beiträge

  • Inhaltskontrolle nach dem AGB-Recht bei Arbeitsvertragsänderungen
  • Gesetzlicher Mindestlohn für Bereitschaftszeiten
  • BAG billigt Staffelung der Kündigungsfristen nach Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Krankenschwester muss keine Nachtschichten arbeiten
  • Entschädigung für Diskriminierung wegen Schwangerschaft

Themenseiten

  • Abfindung
  • Abfindungsrechner
  • Abmahnung
  • Anwalt für Arbeitsrecht in Hannover
  • Arbeitsrecht für Führungskräfte
  • Arbeitsvertrag
  • Attorneys / Certified Employment Law Specialists
  • Aufhebungsvertrag und Abwicklungsvertrag
  • Blog Home Page
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
  • Info: Aufhebungs- und Abwicklungsvereinbarung – Was ist das genau?
  • Kündigung
  • Kündigung in der Corona-Krise
  • Online-Mandat im Arbeitsrecht
  • Presse und Medien
  • Rückzahlung von Fortbildungskosten
  • Search Results Page
  • Teilzeit
  • Urlaub
  • Wettbewerbsverbot
  • Zeugnis

Schlagwörter

Abfindung Abmahnung AGB AGB Kontrolle AGG Altersdiskriminierung Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitnehmerüberlassung Arbeitsplatz Arbeitsvertrag Arbeitszeit Aufhebungsvertrag Ausbildungskosten BDSG Befristung Betriebsbedingte Kündigung Betriebsrat Betriebsübergang Datenschutz Diskriminierung Elternzeit fristlose Kündigung Gewerkschaft Krankheit Kündigung Kündigungsfrist Kündigungsschutz Kündigungsschutzklage Probezeitkündigung Rückzahlungsklausel Schwangerschaft Schwerbehinderung Sozialauswahl Streik Tarifvertrag Teilzeit TZBfG Urlaub Urlaubsabgeltung Verdachtskündigung Vergleich Wettbewerbsverbot Zeugnis Änderungskündigung

Erfahrung hat Zukunft

Als Fachanwälte für Arbeitsrecht sind wir in der Beratung und außergerichtlichen Konfliktbeilegung ebenso erfahren wie in der Vertretung von Mandanten vor den Arbeitsgerichten. Unsere Professionalität garantiert Ihnen eine optimale Begleitung und Vertretung in allen Bereichen des Arbeitsrechts.

Mitgliedschaften

– Deutscher Anwaltverein
– Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im DAV
– Deutscher Arbeitsgerichtsverband
– Verband deutscher ArbeitsrechtsAnwälte
– Juristische Gesellschaft zu Berlin
– Gesellschaft Hamburger Juristen

sehr gute Bewertungen

hohe Erfolgsquote

ausgezeichnete Referenzen

bundesweit tätig

Erfahrung seit 1930

E-Mail
X
LinkedIn
Xing

© KITZMANN & PARTNER

  • English
  • Urteilssammlung
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Downloads